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Presseartikel aus "Die Rheinpfalz" vom 11. Juli 2011

Viele Aktive und Freunde - selbst in Sofia

Rhythmische Sportgymnastik: Fünf Jahre Sport-Gymnastik Dahner Felsenland - Matinee mit anspruchsvollem Sportprogramm

DAHN. Dahn steht seit vielen Jahrzehnten für eines der wenigen bundesdeutschen Kompetenzzentren für Rhythmische Sportgymnastik. Mit schöner Regelmäßigkeit wandern Medaillen und Auszeichnungen ins Felsenland. Einen wesentlichen Anteil an diesen Erfolgen trägt seit fünf Jahren die Sport-Gymnastik Dahner Felsenland 2006. Gestern feierte der Verein sein Jubiläum mit einer Matinee.

Mit dabei auch Gäste aus der bulgarischen Hauptstadt Sofia, die ihr 23. internationales Trainingslager gemeinsam mit den Dahner Gymnastinnen absolvieren. Dem Publikum wurde ein kompaktes Showprogramm sowie Einblicke in Gruppen- und Einzelübungen beider Vereine geboten.

Die Sport-Gymnastik Dahner Felsenland gruppiert sich um das Trainerteam Anna Stoffel und Doris Keller. Vor fünf Jahren kam es zur Abspaltung vom TV Dahn nach Querelen und Differenzen. In der Folge gruppierten sich viele Eltern und Gymnastinnen um die beiden Trainerinnen, was in die Neugründung eines neuen, unabhängigen Vereines mündete. Diese wurde so schnell vollzogen, dass auf sportlicher Ebene kontinuierlich weiter gearbeitet wurde und an die bisherigen Erfolge nahtlos angeknüpft werden konnte.

Da auch der TV Dahn seine Abteilung weiter betrieb, existieren nun gleich zwei Vereine, die RSG betreiben - eine Konkurrenz, die bei gesundem Wettbewerb auch hin und wieder Probleme aufwirft, gerade in logistischer Hinsicht, wenn es um die Belegung von Turnhallen geht.

Auf diese Problematik ging Vorstand Michael Zobeley dann in seiner Begrüßungsrede ebenso ein wie auf die erfreulichen Aspekte. „Der Verein lebt vom Engagement seiner Mitglieder, darin sind wir richtig gut”, lobte er die Vielzahl der ehrenamtlichen Helfer, die bei Veranstaltungen und Meisterschaften zur Verfügung stünden. Erfreut zeigte er sich auch über die langjährige Kooperation mit den bulgarischen Partnern. Sieben Gymnastinnen sind mit Trainerin und Dolmetscherin für zehn Tage angereist. Die Mädchen sind in Gastfamilien untergebracht.

Landrat Hans Jörg Duppré erinnerte sich in seiner Laudatio an die Zeit, als Tochter Eva selbst Sportgymnastin und seine Familie ebenfalls Gastgeber für zwei bulgarische Mädchen war. Er habe hohen Respekt vor der Leistung des Vereines und der Qualität der sportlichen Ausbildung.

Trainerin Doris Keller führte anschließend durch den sportlichen Teil des Programms, während dessen auch vier Gymnastinnen der bulgarischen Jugendnationalmannschaft einen Teil ihres Wettkampfprogrammes zeigten. Das galt auch für die Erwachsenen um Doris Keller, die als „Gymnastic-Allstars” vom 9. bis 11. September ihre Deutsche Meisterschaft in Gymnastik und Tanz in Friedberg turnen.

Stellvertretend für die bulgarischen Gäste ließ es sich Übersetzerin Maria Todorova, die von Beginn an dabei war, nicht nehmen, herzliche und sehr persönliche Dankesworte zu sprechen. „Wir sind Teil einer Familie geworden, wir haben hier Brüder und Schwestern gefunden. Noch Jahre nach dem Aufenthalt hier in Dahn erinnern sich die Mädchen an die wunderschöne Zeit hier”, meinte sie sichtbar bewegt. (red)