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Am 23. Juni wurde Anna Stoffel, Trainerin der SG Dahner Felsenland, 75 Jahre alt. "Die Rheinpfalz" nahm dies zum Anlass "die Talentschmiedin" in einem Artikel zu würdigen.    

Artikel aus "Die Rheinpfalz" vom 23. Juni 2010

Die Talentschmiedin Rhythmische Sportgymnastik: Dahner Erfolgstrainerin Anna Stoffel wird heute 75

Von Rheinpfalz-Mitarbeiter Michael Zobeley

Wenn Anna Stoffel heute ihren 75. Geburtstag feiert, dann ist sie auf dem Weg zur deutschen Meisterschaft in „Gymnastik und Tanz' in Neubrandenburg. Begleitet wird sie dabei von „ihren' ehemaligen Dahner Sportgymnastinnen, die dort als „Allstars' antreten und sich bemühen , „ihrer' Anna ein zusätzliches Geburtstagsgeschenk in Form eines Treppchenplatzes zu bescheren.

Als dem damaligen Fernfahrer Otto Stoffel Ende der 50er Jahre im bayerischen Eggenfelden ein Malheur passierte - er zerriss sich seine guten Hosen -, ahnte er wohl nicht, dass er in der Frau, die ihm die Kleider flickte, die Frau seines Lebens gefunden hatte. 1962 heirateten die beiden und zogen nach Nothweiler, wo Anna in einer Schuhfabrik Arbeit fand und Otto Zöllner wurde. Bereits in Bayern war die junge Dame im Turnverein aktiv gewesen, eine Leidenschaft, die in der neuen Heimat im Wasgau ihre Fortsetzung fand. Auf dem zweiten Bildungsweg schulte sie zur Sportlehrerin um, unterrichtete zunächst in der Hauptschule Dahn, dann auch in der dortigen Grundschule - insgesamt 27 Jahre sollte sie letztlich ihren Dienst in der Wasgaustadt verrichten.

1965 kam Tochter Doris zur Welt. Als Anfang der siebziger Jahre dann die kleine Familie nach Dahn umzieht, entdeckt Anna Stoffel über diverse Lehrgänge ihre Liebe zur damals noch jungen Sportart Rhythmischen Sportgymnastik. Mit ihrem resoluten und zielstrebigen Wesen schafft sie es nicht nur, diese komplizierte Sportart zu etablieren, sondern erzielte als Trainerin in kürzester Zeit beachtliche nationale Erfolge, gekrönt durch die Zugehörigkeit von Tochter Doris zum deutschen Nationalkader. Weitere Spitzengymnastinnen aus der Dahner Talentschmiede folgten: Michelle Reber beispielsweise, Sabrina Walter oder Annika Seibel, neunfache Deutsche Meisterin, Europa - und Weltmeisterschaftsteilnehmerin sowie mit der Gruppe Viertplatzierte bei den Olympischen Spielen in Sydney 2000.